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Aktuelles


Kurzübersicht - Steueränderungen 2006 & 2007

Auch 2006 beginnt mit einigen Änderungen im Bereich der Steuern - eine Kurzübersicht finden Sie auf dieser Seite.

Die neue Bundesregierung beabsichtigt folgende Steueränderungen vorzunehmen. Als Quelle für die beabsichtigten Änderungen dienen der Koalitionsvertrag und Pressemeldungen.

Reine Steuersparmodelle und Verlustverrechnungen bei Medien-, Windkraftfonds und ähnlichen Fonds sowie Schiffsbeteiligungen werden rückwirkend zum 11. November 2005 gestrichen.

Steueränderungen ab 1. Januar 2006:

  • Wegfall der Eigenheimzulage

  • Wegfall der Freibeträge für Abfindungen und Übergangsgelder

  • Kosten für private Steuerberater können für Steuererklärungen der Jahre 2006 und später nicht mehr abgesetzt werden

  • Die degressive Abschreibung von Gebäuden mit Mietwohnungen entfällt.

Steueränderungen ab 1. Januar 2007:

  • Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent. Der ermäßigte Satz von 7 Prozent bleibt unverändert bestehen.

  • Erhöhung Spitzensteuersatz um 3 Prozent auf nichtgewerbliche Einkünfte oberhalb von 250.000 Euro für Ledige und 500.000 Euro für Verheiratete. Basis ist das zu versteuernde Einkommen (Meistzahlersteuer oder Reichensteuer genannt).

  • Die Pendlerpauschale von 30 Cent für jeden Kilometer und Arbeitstag wird nur noch beginnend ab dem 21. Kilometer gewährt

  • Der Sparer-Freibetrag wird für Ledige von 1370 auf 750 Euro und für Verheiratete von 2740 auf 1500 Euro herabgesetzt.

  • Die Kosten für private Steuerberater können für Steuererklärungen der Jahre 2006 und später nicht mehr abgesetzt werden.

  • Wegfall der Freibeträge für Bergmannsprämien sowie Heirats- und Geburtshilfen

  • Weitere Einschränkungen beim häuslichen Arbeitszimmer: absetzbar nur noch, wenn das Arbeitszimmer Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit ist.

  • Pauschalsteuer von 20 Prozent auf Veräußerungsgewinne beim Verkauf von Aktien und Immobilien. Die Spekulationsfristen von einem Jahr für Wertpapiere und zehn Jahren für Immobilien gelten dann nicht mehr.

  • Erhöhung der Versicherungssteuer um 3 Punkte auf 19 Prozent.

  • Kindergeld sowie der steuerliche Kinderfreibetrag werden künftig nur noch bis zum 25. Lebensjahr gewährt: bisher bis zum 27. Lebensjahr

  • Sonn- und Feiertagszuschläge bleiben zwar steuerfrei; für Stundenlöhne ab 25 Euro sind aber Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten.

  • Vermutlich Wegfall der Lohnsteuerklassen 3 und 5

  • Wegfall der Rückstellung für Jubiläumsaufwendungen; Auflösung bestehender Rückstellungen

  • Gewerbliche Mini-Jobs: Erhöhung der pauschalen Sozialversicherungsabgabe von bisher 25 auf 30 Prozent.

Auszug aus dem Koalitionsvertrag:

Die Eigenheimzulage wird zum 1. Januar 2006 abgeschafft. Wohneigentum genießt bei den Bürgern eine besonders hohe Akzeptanz im Rahmen der privaten Altersvorsorge. Daher werden wir das selbst genutzte Wohneigentum zum 1. Januar 2007 besser in die geförderte Altersvorsorge integrieren. Die Diskriminierung gegenüber anderen Formen der Altersvorsorge wird im Interesse einer echten Wahlfreiheit für die Bürger beseitigt.

Jährlich steht für eine große Zahl von Unternehmen der Generationenwechsel an. Vor diesem Hintergrund werden wir die Erbschaftsteuer spätestens zum 1. Januar 2007 unter Berücksichtigung des zu erwartenden Urteils des Bundesverfassungsgerichts reformieren. Für jedes Jahr der Unternehmensfortführung soll zum Erhalt der Arbeitsplätze die auf das übertragene Unternehmen entfallende Erbschaftsteuerschuld reduziert werden. Sie entfällt ganz, wenn das Unternehmen mindestens zehn Jahre nach Übergabe fortgeführt wird.

Den Umsatzsteuerbetrug werden wir verstärkt bekämpfen. Um das Übel an der Wurzel zu packen, müssen alle administrativen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Dabei werden wir auch von den im Rahmen der Föderalismuskommission dem Bund zugewiesenen Möglichkeiten, die Prüfungsdienste zu koordinieren und die Steuerkriminalität zu bekämpfen, Gebrauch machen. Wir werden darüber hinaus prüfen, inwieweit den zuständigen Verfolgungsbehörden weitere Instrumente an die Hand gegeben werden müssen, um Umsatzsteuerbetrug effektiver aufspüren zu können. Notwendig ist eine Ablösung des geltenden Systems mit Vorsteuerabzugsmöglichkeit für Umsätze zwischen Unternehmen durch das "reverse-charge-Modell", um national und international organisierten Steuerbetrug zu unterbinden und den Verlust von Steuersubstrat bei Unternehmensinsolvenzen zu verringern. Auf europäischer Ebene wollen wir darauf hinwirken, die rechtlichen Voraussetzungen für diese Systemumstellung zu schaffen.

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